Hearables – weit mehr als nur Musik

14th November 2017
Posted By : Alice Matthews
Hearables – weit mehr als nur Musik

Hearables befinden sich auf dem Vormarsch. Angeführt von technischen Wunderwerken wie den Here One-Ohrhörern von Doppler Labs oder Apples AirPods revolutionieren die smarten Geräte aktuell den Look, aber auch die Klangqualität von Wearables. Die erfolgreichsten Hearables sind derzeit zweifellos die AirPods von Apple. Diese eleganten, optisch etwas eigenwilligen In-Ears kommen komplett ohne Kabel aus und haben die Art und Weise verändert, wie wir Musik hören.

von Mark Patrick, Mouser Electronics

Dennoch sind AirPods nur das erste Kapitel der Hearable-Saga, denn eine Vielzahl neuer Geräte wagt nun den nächsten Schritt. Ob als Hör-Erweiterung oder Ersatz für herkömmliche Fitness-Tracker – Hearables gehört die Zukunft, da sie weit mehr als nur Kopfhörer sind.

AirPods: eine Erfolgsgeschichte
Kabellose Ohrhörer sind bereits seit 2015 auf dem Markt, doch erst die AirPods von Apple haben das in ihnen schlummernde Potenzial offengelegt. Während das iPhone als Inbegriff eines exzellent gemachten Smartphones gilt, heben sich die AirPods dank ihrer Sensorik von der Masse ab. Die Geräte nutzen Beschleunigungsmesser, Infrarot-Sensoren und Mikrofone, um eine nahtlose und komfortable Benutzererfahrung zu schaffen. Im Lieferumfang enthalten ist ein schmales Case, das als Ladestation dient. Wird das Case geöffnet, verbinden sich die AirPods automatisch via Bluetooth mit einem iPhone.

Wenn Sie gerade mit den AirPods Musik hören und die Ohrhörer mal kurz abnehmen möchten, wird die Wiedergabe dank der Infrarot-Sensoren angehalten. Wieder eingesetzt, fährt die Musik automatisch fort. Mikrofone in beiden AirPods ermöglichen Geräuschunterdrückung, sodass Sprachbefehle auch bei Hintergrundlärm klar und deutlich vernommen werden. Per Doppeltipp auf die Stöpsel kann zudem Apples Sprachassistent Siri aktiviert werden.

Was AirPods können, ist nicht besonders revolutionär, ihr nahtloses Design hat sie jedoch allen Unkenrufen zum Trotz zu einem Verkaufsschlager gemacht. Während Bluetooth-Verbindungen im Allgemeinen häufig unberechenbar sind, ist die Bluetooth-Funktionalität der AirPods sehr stabil, Anwender berichten nur vereinzelt von Verbindungsabbrüchen. Die winzigen Geräte verfügen über eine stattliche Wiedergabedauer von fünf Stunden, mit dem Ladecase kann die Akkulaufzeit um bis zu 24 Stunden verlängert werden.

Ein Blick in die Zukunft
Die AirPods haben demonstriert, wie gut gemachte Wireless-Ohrhörer heutzutage auszusehen haben. Doch es ist die Zukunft von Hearable-Geräten, die wirklich aufregend ist.

„Übermenschliches“ Gehör – Ein Paradebeispiel für das Potenzial der Hearable-Technologie sind die Here One von Doppler Labs. Die smarten Ohrhörer punkten neben der im Vergleich zu Apples AirPods höheren Klangqualität mit optimierter Geräuschunterdrückung, Stimmenverstärkung und Audiofilterung.

Here One sind in erster Linie kabellose In-Ears. Dank sechs Außenmikrofonen und modernster Signalverarbeitung können die Geräte jedoch nach Wunsch auch Audioquellen herausfiltern oder verstärken.

Der Flugzeugfilter macht Turbinenlärm ein Ende, während der U-Bahn-Filter das Geräusch des einfahrenden Zugs ausblendet. Am Arbeitsplatz können Sie laute Kollegen verstummen lassen und in überfüllten Restaurants ihren Tischnachbarn noch deutlicher verstehen. Mit dem Filter „Live Remix“ lassen sich bestimmte Audiofrequenzen hervorheben oder in den Hintergrund rücken. Kurzum: Augmented Reality hat nun auch in der Sparte der Audio-Wearables Einzug gehalten.

Obwohl die Here One das Potenzial von Augmented Reality in Kombination mit Hearables aufzeigen, muss konstatiert werden, dass die Technologie noch in den Kinderschuhen steckt. Hoch komplexe Technik in den Formfaktor eines winzigen Ohrhörers zu pressen, ist eine enorme Herausforderung. Folglich verfügen die Geräte nur über eine Batterielaufzeit von zwei Stunden. Bei Wind funktionieren die Mikrofone unzuverlässig, Bluetooth-Verbindungen werden gelegentlich unterbrochen. Zudem wirken die Bedienelemente unausgereift. Doch trotz dieser Mankos war die Resonanz auf das Produkt von Doppler Labs überwiegend positiv. Die Ohrhörer zeigen uns, wozu moderne Hearable-Technologie fähig ist.

In-Ear-Fitness-Tracker – Neben der Akustik selbst experimentieren Hersteller auch mit anderen Funktionen ohrbasierter Geräte. So sind einige neue Hearables mit Beschleunigungssensor und Pulsmesser ausgestattet und schicken sich an, die aktuelle Generation der Fitness-Armbänder abzulösen.

Fitness-Tracker werden heutzutage in der Regel am Handgelenk getragen. Das könnte sich mit Hearables bald ändern. Denn Musik, die grundlegende Komponente kabelloser Ohrhörer, ist für die meisten integraler Bestandteil des Workouts. Zudem könnte audiogestütztes Feedback Läufern und Radfahrern helfen, ihre Leistungsziele ohne Ablenkung zu erreichen, da sie nicht länger ihre Aktivität unterbrechen müssen, um einen Blick auf ihr Fitness-Armband zu werfen.

Die Jabra Elite Sport zählen zu den neuesten Hearables, die diesem Trend folgen. Dabei handelt es sich um wasserdichte Wireless-Ohrhörer, die mit Beschleunigungsmesser, Pulsmesser und Mikrofonen ausgestattet sind. Kurzum: Die Jabra Elite Sport kombinieren Fitness-Tracker und kabellose In-Ears in einem Gerät. Sportler sind in Echtzeit über ihre Werte im Bilde und bekommen Vorschläge zur Optimierung ihres Workouts, ohne abgelenkt zu werden. Wie die Here One unterstützen auch die Jabra einfache Geräuschunterdrückung und Filterung, außerdem lassen sich Audiosignale der Umgebung hinzuschalten.

Mit drei Stunden Batterielaufzeit ist das Produkt nicht für den Dauerbetrieb geeignet, jedoch für die meisten Workouts völlig ausreichend. Die Bedienung der Tasten auf den Ohrhörern gestaltet sich zwar etwas mühsam, dennoch handelt es sich um ein topmodernes und äußerst erfolgreiches Hearable, das bereits heute auf dem Markt erhältlich ist und den Weg in die Zukunft weist.

Nicht nur Musik
Vor einem Jahrzehnt waren wir schon zufrieden, wenn Ohrhörer einen guten Klang boten. Heute gibt es kabellose In-Ears, die nicht nur komfortabel sind, sondern auch unser Gehör optimieren oder unsere Fitness überwachen. Die Elektronik ist inzwischen so weit fortgeschritten, dass sie auch in Hearables passt. So entsteht ein neuer Markt, dem enormes Wachstumspotenzial prognostiziert wird. Wer weiß, was uns in ein paar Jahren in den Ohren klingt!

Mouser hält eine Vielzahl elektronischer Designideen zu Hearables und Wearables für Sie bereit. Werfen Sie einen Blick darauf unter http://eu.mouser.com/applications/.





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